Emetophobie – Angst vor dem Erbrechen 

Die Angst vor Erbrechen bei sich oder anderen, auch Emetophobie genannt, zählt zwar zu den häufigsten spezifischen Phobien, ist jedoch vergleichsweise wenig beforscht und bleibt potenziell diagnostisch unerkannt. Dies betrifft zum Einen die diagnostische Einordnung (handelt es sich um eine primäre oder sekundäre psychische Erkrankung, d.h. als Teil anderer Angst- oder Zwangserkrankungen?), die tatsächliche Verbreitung und die Erfassung von Kernsymptomen mittels Fragebögen. Darüber hinaus wurden Behandlungskonzepte nur unzureichend untersucht, mit teilweise eher geringen Effekten.

Ziele des DIADEM-Forschungsprojektes sind daher, geeignete, deutschsprachige Messinstrumente zu entwickeln, die Mechanismen der Emetophobie weiter zu erforschen und wirksame digitale Behandlungsmöglichkeiten auf Basis kognitiv-verhaltenstherapeutischer und metakognitiver Therapieansätze zu entwickeln.

Das in dem Projekt übersetzte und validierte Inventar zur Spezifischen Phobie vor Erbrechen (SPOVI) kann hier runtergeladen und genutzt werden (eine korrekte Zitation vorausgesetzt):

Hennemann, S., Weirich, A., Meule, A., Bräscher, A.-K., & Witthöft, M. (2025). German version of the Specific Phobia of Vomiting Inventory (SPOVI): Psychometric properties and correlates in a clinical and non-clinical sample. BMC Psychiatry25, 305. https://doi.org/10.1186/s12888-025-06744-0

Weitere Studien sind in Durchführung/Planung

Studienstart: November 2022 (laufend)
Status (Sommer 2026): Datenerhebung Klinische Validierung SPOVI
Prä-Registrierunghttps://aspredicted.org/5y6zb.pdf
Studienleitung: Prof. Dr. Severin Hennemann (seit April 2026 an der CFH Wiesbaden)