Tipps zum Umgang mit der SARS-CoV-2 Pandemie

Auf dieser Seite finden Sie Informationen sowie Hilfsangebote zum Umgang mit der Umgang mit der SARS-CoV-2 Pandemie.

Hier kommen unsere top 10 Tipps zur Bewältigung des Alltags unter den allgemeinen Verhaltensempfehlungen:

  1. Sinngebung (oder auch „the man's search for meaning“ wie Viktor Frankl es nennen würde): Unser erster Tipp besteht darin, jedem Tag einen Sinn zu geben – Was muss ich tun, damit ich selbst meinen Tag am Abend als sinnvoll bewerten kann? Dabei können die Vorteile der aktuellen Situation in den Vordergrund gestellt werden: Welche Dinge sind zuvor lange liegen geblieben und können jetzt erledigt werden? Mit wem wollten Sie schon lange mal wieder telefonieren und haben es zeitlich nicht geschafft? Haben Sie ein handwerkliches Projekt im Kopf, möchten ein Buch lesen oder einen Raum neu gestalten?
  2. Strukturierung: In einer Struktur fühlen wir uns sicher und haben das Gefühl die Kontrolle zu haben. Auch in diesen Zeiten sollte nach einem gewissen Zeitabschnitt ein Wechsel zu einem anderen stattfinden: Eine andere Tätigkeit, ein Umgebungswechsel, eine andere Körperhaltung. Angenehme Aktivitäten sollten auf einer To Do Liste dabei ebenso eingeplant werden wie Verpflichtungen und beide nur in einem realistischen Ausmaß.
  3. Sozialer Kontakt: Wir haben das Bedürfnis nach sozialem Kontakt und dieses kann und sollte über Telefonate, Videochats und soziale Medien oder unter dem entsprechenden Mindestabstand befriedigt werden.
  4. Entschleunigung: Im Hier und Jetzt sein – jetzt ist die Zeit den Menschen im eigenen Haushalt ein offenes Ohr zu bieten, intensiv Zeit miteinander zu verbringen oder einer Aktivität mit besonderer Aufmerksamkeit und Hingabe nachzugehen, anderen eine besondere gemeinsame Tätigkeit schenken. Achten Sie darauf, sich auch im eigenen Haushalt zu bestimmten Zeiten zu verabreden und zwischendurch bewusst Zeit ohne einander zu verbringen.
  5. Neugier: In dieser besonderen Situation kann ich viel über mich und andere lernen– Was habe ich in dieser Zeit über mich selbst erfahren? Was habe ich geschafft, was ich nicht von mir erwartet hätte? Was kann ich aushalten und welche neuen Verhaltensweisen habe ich ausprobiert? Was ist mir wichtig?
  6. Ausgeglichenheit: Körperliche Bewegung ist auch unter den gegeben bundesweiten Verhaltensvorschlägen möglich. Es gibt zahlreiche Online Angebote mit sportlichen Übungen, aber auch Bewegung im Freien ist möglich.
  7. Information: Besonders bei Ängsten vor dem Virus oder den Folgen einer Infektion, sollten Sie sich fragen, wie viel Sie sich mit dem Thema auseinandersetzen. Sich informieren ist richtig und wichtig, aber das Thema COVID-19 sollte nur eine begrenzte Zeit am Tag einnehmen, denn eine permanente Beschäftigung mit dem Thema kann negative Emotionen verstärken. Ebenso sollten die Quellen beschränkt werden, die zur Information herangezogen werden. Die Nachrichten oder Pressemitteilungen des RKI sowie die Tagesschau sind sicherlich ausreichend.
  8. Akzeptanz: Unveränderliches zu akzeptieren kann maßgeblich zu unserem Wohlbefinden beitragen.
  9. Wachstum: An besonderen Situationen kann man auch im besonderen Maße wachsen – Was und wem möchte ich im Leben eigentlich auch künftig mehr Zeit einräumen? Welche Verhaltensweisen möchte ich weiterhin für meinen Alltag übernehmen? Was möchte ich noch ausprobieren?
  10. Werte: Was sind mir beispielsweise meine Mitmenschen wert? Nicht allem, was für uns von Wert ist, können wir derzeit im gleichen Maße gerecht werden, aber bemessen daran wie sehr uns das jetzt fehlt, können wir unser Leben nachhaltig verändern.
Auf diesen Websites finden Sie Informations- und Beratungsangebote von Fachgesellschaften für alle Menschen, die durch die Corona-Krise belastet sind und nach Unterstützung suchen.

psychologische-coronahilfe.de
Initiative der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) und des Verbunds universitärer Ausbildungsgänge für Psychotherapie (unith).

boep.or.at/psychologische-behandlung/informationen-zum-coronavirus-covid-19
Mehrsprachige Informationen des Berufsverband Österreichischer PsychologInnen.

lir-mainz.de/corona-uebersicht
Initiative des Leibniz-Instituts für Resilienzforschung.

Psychisch gesund bleiben während Social Distancing
Verhaltenstherapeutische Interventionen in einem Kurzprogramm zur Selbstanwendung (Marie Bartholomäus & Prof. Dr. med. Leonhard Schilbach)

deutsche-depressionshilfe.de/news/details/corona-tipps-fuer-menschen-mit-depression
Initative der Deutschen Depressionshilfe.

Digitale (teils kostenpflichtige) Gesundheitsangebote von Drittanbietern zum Umgang mit Sorgen oder Beeinträchtigung der Stimmung finden Sie hier:

iFightDepression Tool
Internetbasiertes Selbstmanagement Programm für Menschen mit leichten bis mittelgradigen Depressionen, Zugang via Ärztin/Psychotherapeutin, kostenlos

moodgym
Selbsthilfe bei Depressionen, kostenlos

Minddoc
Online-Therapie-Angebot der Schön-Kliniken für Menschen mit Depression, Essstörungen, Burnout

Moodpath
Symptomtagebuch für Depressionen, Ängste mit Kursangebot, kostenlos

HelloBetter
Facebook Live QAs, in Kürze Online-Stress-Training [Stand 06.04.20]

Corona-Hotline des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP e.V.):
0800 777 22 44 (täglich zwischen 8 und 20 Uhr erreichbar).

Das Zentrum für Psychotherapie der Universität Frankfurt bietet eine anonyme und kostenlose telefonische Beratung für alle Betroffenen (auch Kinder, Jugendliche und Eltern) an, die Rat suchen, um mit der Situation besser umgehen zu können:
069-798 46666 (erreichbar Mo-Fr 15-21 Uhr und Sa – So 16-20 Uhr).

Die Psychotherapeutische Beratungsstelle der Uni Mainz bietet für Mainzer Studierende auch während der Corona-Pandemie Beratung an. Sie können gerne von Montag bis Freitag von 8.00 - 10.00 und von 13.00 - 15.00 Uhr eine Nachricht unter der Telefonnummer 06131-39 22312 hinterlassen – die MitarbeiterInnen werden sich möglichst zeitnah bei Ihnen melden.

Hotline für Beratung bei psychischen Belastungen in der Corona-Krisensituation des Anbieters für Online-Trainings HelloBetter: 0800 00095 54

Die aktuelle Situation stellt für Familien mit Kindern eine enorme Belastungsprobe dar. Home-Schooling und Betreuung der Kinder bei gleichzeitig Tätigkeit im Home-Office auf engem Raum sowie der Wegfall außerfamiliären Betreuungsmöglichkeiten und Freizeitaktivitäten erhöhen psychologische Belastungen und das innerfamiliäre Konflikt- und Gewaltpotenzial.

Die Goethe-Universität Frankfurt bietet speziell für Kinder, Jugendliche und Eltern eine telefonische Beratung durch PsychologInnen und PädagogInnen unter 069- 798 46666 (Mo-Fr 9-15 Uhr, Sa 16-20Uhr)

"Nummer gegen Kummer" des deutschen Kinderschutzbundes:
nummergegenkummer.de; Jugendtelefon: 116 111; Elterntelefon: 0800 111 0 550

Bundesweites telefonisches Hilfsangebot der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) für „tatgeneigte“ Personen während der Corona-Krise
Bundesweite kostenfreie Hotline: 0800 70 222 40 (Mo-Fr 09-18Uhr)

Wenn Sie bemerken, dass Sie weitere psychotherapeutische Unterstützung benötigen, können Sie sich gerne in unserer Institutsambulanz für Psychotherapie der Universität Mainz anmelden, falls Sie in Mainz und Umgebung leben. Ansonsten suchen Sie Hilfe bei niedergelassenen psychologischen oder ärztlichen Psychotherapeuten.

Arzt/-Psychotherapeutensuche: https://www.kbv.de/html/arztsuche.php

In Notfällen/ Krisensituationen wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge (Tag / Nacht 0800-1110111 oder 0800-1110222), an psychiatrische Kliniken in Ihrer Nähe oder rufen Sie den Notruf 112 an.